Sonntag, 19. Februar 2017

Meine Highlights der Vivaness 2017

In dieser Woche stand die alljährliche Vivaness an, die ich bereits im letzten Jahr besucht habe. Meinen Bericht zur Vivaness 2016 findet ihr hier. Ziemlich spontan fuhr ich in Begleitung des liebsten Freundes (und besten Fotografs) der Welt am Sonnabend nach Nürnberg, um am letzten Tag der Messe noch so viele Eindrücke wie möglich in mich aufzusaugen. Berufsbedingt blieb uns leider nur der Samstag, um vor Ort zu sein, wodurch wir ein straffes Programm vor uns hatten.
Auch in diesem Jahr habe ich wieder versucht, mit Hilfe von Kategorien etwas Ordnung in all die Eindrücke zu bringen.Meine Schwerpunkte lagen dabei auf Post-Akne-tauglicher Gesichtspflege, Haarpflegetools für die Water Only Methode (ein erstes Update dazu folgt bald), Naturparfums (wie auch im letzten Jahr) und natürlich vielen, mir bisher unbekannten Nischenmarken. Durch die Begleitung meines Freundes wird außerdem Männer-, insbesondere Bartpflege zum ersten Mal Thema auf meinem Blog (: .
In diesem Jahr habe ich neuen Sonnenpflegeprodukten nicht so viel Aufmerksamkeit geschenkt, da ich mit meiner täglichen Sonnenpflege in Form der Antipodes Immortal SPF 15 Creme und mit meinem stärkeren Sonnenschutz SPF 50 von Officina Naturae*, den ich euch an dieser Stelle im letzten Jahr gezeigt habe, mehr als zufrieden bin.
Aber jetzt nichts wie los, es könnte wieder etwas umfangreicher werden x) .


NISCHENMARKEN UND NEUENTDECKUNGEN
Auch in diesem Jahr gab es wieder viele interessante Marken zu bestaunen, dass ich besser ohne Umschweife direkt mit ihnen loslege x) .
Mit der brasilianisch-deutschen Marke Baims werde ich euch vermutlich nichts Neues mehr erzählen, denn diese Marke war wohl Gesprächsthema Nr. 1 bei den lieben Bloggerkolleginnen (: . Und das zu Recht: das rein dekorative Sortiment, das in Brasilien bereits seit längerer Zeit auf dem Markt ist, bekam extra für den deutschen Markt ein Verpackungs-Facelift. Die schicken Bambus-Verpackungen sind allesamt nachfüllbar. Ein Konzept, das ich bisher nur von Zao kenne und sehr schön finde. Die Produktpalette umfasst neben einem Serum und einem Primer zur Vorbereitung des Gesichtes zwei Flüssigfoundations (eine ohne und eine mit Lichtschutzfaktor 20), eine BB Cream sowohl in flüssiger, als auch in kompakter Form, einen vielversprechenden Concealer sowie mehrere Lippenprodukte, Lidschattenduos- und –quads und einigen Basics wie Eyeliner, Mascara, Puder und Rouge. Besonders interessant finde ich die Flüssigfoundation mit Lichtschutzfaktor, die während des Verteilens eine pudrige Konsistenz annimmt und unglaublich stark deckt! Die Farbpalette wird eventuell noch dem deutschen (Schneewittchen-) Markt angepasst. Die Produkte werden im gehobenen Preissegment mit durchschnittlich etwa 30 € pro Produkt liegen. Alle Produkte sind ausnahmslos vegan, deshalb sucht man nach Carmine in den Lippenprodukten vergeblich. Wenn das mal keine vielversprechende dekorative Naturkosmetikmarke ist (: .


Die französische Marke Beauty Garden hat sich dagegen auf eine feine Auswahl an Pflegeprodukten spezialisiert. Sehr sympathisch wurden wir durch jedes Produkt geführt und durften nach Lust und Laune testen und schnuppern. Hier gefielen mir neben dem schönen Verpackungsdesign mit Wiedererkennungswert auch die sanften, überhaupt nicht aufdringlichen Düfte der Produkte. Mein persönliches Highlight ist die Crème Bio Hydratante Carotte Violette, die für sensible Haut ohne Beigabe ätherischer Öle entwickelt wurde und sich schön pflegend, aber dennoch cremig-leicht anfühlte.


Ebenfalls eine kleine, aber erlesene Produktauswahl findet man bei der brandneuen Marke GGs True Organics aus Österreich. Die Gesichtspflegelinie basiert auf Holunderkernöl, das bei der Holundersaftherstellung anfällt und normalerweise ungenutzt im Abfall landet. Leitgedanke der Markenphilosophie ist die Überzeugung, dass heimische Pflanzen genauso wirksam sind wie exotische, die man aus aller Welt importieren kann. Sympathische Marke, stimmiges Konzept, vegane Formulierungen und sehr schönes Design.


Die israelische Marke Faran fällt durch ihr ganz eigenes Design auf, das sogar produktübergreifend Geschichten erzählt, indem man die Umverpackungen aneinanderstellt. Neben Pflegeprodukten ist die Marke wohl insbesondere für ihre mineralischen dekorativen Produkte bekannt. Bunt und mit viel Wiedererkennungswert.


Die italienische Marke Helan ist eigentlich alles andere als eine Nischenmarke, denn die Produktauswahl ist riesig und Helan in Italien sehr bekannt. Hierzulande kommt man jedoch weniger an das Produktsortiment, das sowohl pflegende, als auch dekorative Kosmetik umfasst. In den Produkten kommen keine Inhaltsstoffe tierischen Ursprungs zum Einsatz. Aus diesem Grund gibt es neben der rein natürlichen dekorativen Linie auch eine „Green-Reihe“, die mit synthetischen Farben arbeitet, um farbintensivere Produkte ohne Carmine zu kreieren.


Ein ganz innovatives Konzept findet man bei der deutschen Marke I'm Hair Resource. Die Produkte der Marke basieren auf fermentiertem Sud aus heimischen Früchten, der lange reift. Entwickelt wurden diese von einem Friseurmeister, weshalb die Haarpflege auch im Friseurbedarf zu finden ist. Daneben umfasst das Sortiment mittlerweile aber auch Gesichtspflegeprodukte, Zahnpasta und anderes.


Nur im Vorbeihuschen haben wir die Marke Oü Eurobio Lab entdeckt, deren Design mich augenblicklich begeistert hat. Schaut euch diese Shampooflaschen an <3 . Oü Eurobio Lab gehört übrigens zu Natura Siberica, die ebenfalls auf der Vivaness 2017 vertreten waren. Danke an Piret für den Hinweis (: .


Ebenfalls aufgrund ihres Designs ist mir die Marke Pure Beginnings aus Südafrika aufgefallen, die größtenteils Kinderpflegeprodukte vertreibt. Daneben umfasst das Sortiment aber auch Pflegeprodukte für Erwachsene, wovon mich die Zahnpasta mit Xylitol natürlich sehr interessiert hat x) .


Die deutsche Marke Vivian Weiss fällt ebenfalls aufgrund ihres schönen Produktdesigns auf, überzeugt jedoch auch durch schöne Zusammensetzungen. Neben Gesichtspflegeprodukten für Mann und Frau bietet die Marke Körperpflege und eine Kinderlinie. Ich bin schon sehr gespannt auf die dekorative Kosmetiklinie von Vivian Weiss, die derzeit entwickelt wird (: .


Meinen Freund zog es automatisch an den Stand der Bademeisterei aus Österreich, wo es Badezusätze in allen Formen und Duftrichtungen zu bestaunen gab. Wie kleine Törtchen sahen sie aus. Mein persönlicher Lieblingsduft war definitiv Cranberry.


Die indische Marke Soultree erinnert mich optisch aufgrund des braunen Opalglases ein wenig an Esse und bietet ayurvedische Körper- und Gesichtspflegeprodukte. Sehr praktisch finde ich die Pumpspender der meisten Produkte.


Beim Stand von Frenchtop aus den Niederlanden war ich bereits im letzten Jahr. Neben der Sonnenpflege fand ich die Sea Line besonders interessant, die mit Inhaltsstoffen aus dem Meer arbeitet. Die Body Lotion hinterließ ein unglaublich geschmeidiges Gefühl auf der Haut, was mich augenblicklich überzeugt hat!


Die Marke We Love The Planet, ebenfalls aus den Niederlanden, startet ihr Sortiment mit Cremedeodorants und Raumdüften, die erfrischend anders duften als ihre Cremedeo-Mitstreiter. Insbesondere der Unisex-Duft Forever Fresh gefiel meinem Freund und mir gleichermaßen und wird nun dank Pressesample ausgiebig getestet.



MINIMALISTISCHE GESICHTSPFLEGE
Aus irgendwelchen Gründen habe ich eine besondere Vorliebe für Gesichtscremes x) . Vielleicht ist es das luxuriöse Gefühl, das das Eincremen des eigenen Gesichts vermittelt, wenn die Haut sich schön geschmeidig anfühlt? Ich weiß es nicht. Durch meine temporäre, hormonell bedingte Akne (mehr dazu konntet ihr kürzlich hier lesen) vertrage ich leider kaum noch Cremes und muss daher auf eine recht minimalistische Zusammensetzung achten, die potentiell weniger Inhaltsstoffe enthält, auf die meine Haut reagieren könnte. Deshalb habe ich mich genau nach solchen Zusammensetzungen auf der Vivaness umgeschaut.
Besonders interessant fand ich die Marke Evergoods aus Taiwan, die mit ihrer Gesichtspflegereihe Naveen genau meinen Geschmack getroffen hat. Die Produkte der Chamomile Serie basieren auf Kamillenblütenwasser und verzichten auf die Beigabe ätherischer Öle, was meiner Haut, die mit Linalool und Limonene auf Kriegsfuß steht, sehr gut bekommen dürfte. Die minimalistische Zusammensetzung der Produkte spiegelt sich auch im schlichten, aber sehr schönen Design wider.


Auch Dudu Osun hat mit ihrer reinen Sheabutter eine tolle Pflegelösung für schwierige Haut parat. Da der Geruch reiner Sheabutter aber bekanntlich nicht jedermanns (-fraus) Sache ist, gibt es nun eine zweite, beduftete Variante der Butter, die erstaunlich lieblich-sauber duftet, was mir auf Anhieb sehr gefiel!


Außerdem durfte ein Besuch am Stand der bulgarischen Marke Zoya Goes Pretty nicht fehlen. Dort wurden wir sehr nett durch die Produktauswahl geführt, die klein, aber sehr fein ist. Wer nach minimalistischen Balms sucht, ist dort goldrichtig! Je nach eigener Vorliebe gibt es Balms mit Sheabutter, Kakobutter oder Kokosöl, die zumeist maximal aus insgesamt drei Zutaten bestehen. Die reine Kakaobutter riecht beispielsweise sehr (!) lecker und auch ein Balm mit Sheabutter und Arganöl ist Teil des Sortiments. Dank Pressesample darf ich nun den neuen Balm aus Sheabutter, Jojobaöl  und Hagebuttenkernöl testen, dessen Zusammensetzung sich perfekt für mich anhört.


Wo ich es aufgrund des Zeitdrucks nicht hingeschafft habe, war der Stand der britischen Marke Nourish. Diese haben eine Reihe für unreine Haut, die mal erfrischend anders zusammengesetzt ist: keine Zitronenöle, die sonst ja schon fast obligatorisch in Produkten für Problemhaut sind und dementsprechend auch weder Limonene noch Linalool finden sich in der Balance Essentials Reihe. Erfrischend moderne Zusammensetzung, was ich sehr begrüße und definitiv mal testen muss, da stattdessen Apfelextrakte enthalten sind…ich liebe Apfel <3 !


WO-GEEIGNETE HAARPFLEGETOOLS
Zu meiner aktuellen Haarpflege bin ich euch noch ein Update schuldig, denn da hat sich ganz plötzlich etwas getan. Seit über 4 Wochen nun wasche ich meine Haare ausschließlich mit Wasser, genannt Water Only oder WO, was am besten in Kombination mit einer guten Bürste funktioniert. Bisher nutzte ich noch eine ältere Bürste von Rossmann, die mit einer Mischung aus (vermutlich) Wildschwein- und Plastikborsten daherkommt. Das klappt, aber vielleicht geht da noch mehr, so dachte ich mir (: . Da passte es mehr als perfekt, dass auf der Vivaness gleich zwei Austeller vor Ort waren, die ein großes Sortiment an Bürsten und Kämmen verschiedener Materialitäten bieten.
Von Kostkamm besitze ich bereits zwei Holzkämme, mit denen ich sehr zufrieden bin.
Da für mich ein Neukauf einer Wildschweinborstenbürste nicht in Frage kommen würde, möchte ich mir stattdessen eine WO-geeignete Holzbürste zulegen. Die Olivenholzbürste mit extra langen Holzborsten von Kostkamm gefiel mir da schon sehr gut (: .


Eigentlich aus demselben Grund besucht, blieb ich bei Försters bei den veganen Pinseln hängen. Aus Torayhaar bestehend waren diese so streichelzart, dass ich diese gern direkt an mir ausprobiert hätte ^^ . Insbesondere der Puderpinsel steht seitdem ganz oben auf meiner Wunschliste!



NATURPARFUM
Wie auch im letzten Jahr durfte ein Besuch am Stand von Aimée de Mars nicht fehlen. Die Duftkreationen sind so Naturkosmetik-untypisch, dass auch mein Freund sich spontan in einen der Düfte verliebt hat. Bois 21 duftet herrlich männlich, aber dennoch lieblich und ich habe sofort den Duft meines Schwiegerpapas erkannt x) . Sehr schöner Männerduft, den aber auch ich heimlich aufgesprüht habe *hihi*. Und auch ich habe wider Erwarten mehrere Düfte ausgemacht, die mir sehr gut gefielen. Eau 21 ist ein herrlich aquatischer Duft, der mich an einen warmen Sommerregen erinnert. Ähnlich aquatisch kommt Acqua di Orta daher, der jedoch noch deutlich frischer duftet. Folle Emeraude dagegen duftet lieblich-weiblich und macht Lust auf Frühling. Der neu lancierte Duft Lily Amber ist einer meiner liebsten, da er blumig, aber unaufdringlich und sehr weich duftet. Definitiv ein Duft, der allen gefallen könnten, die bisher mit Naturkosmetik-Düften auf Kriegsfuß standen. Ob ich damit endlich die Suche nach dem perfekten Naturkosmetikduft beenden kann? Das werde ich in nächster Zeit dank Duftpröbchen herausfinden können (: .


Der großzügige Stand von Florascent war mal wieder eines der Highlights der Vivaness. Ich hätte mich gern ÜBERALL durchgeschnuppert, aber leider ist das unmöglich. Deshalb habe ich mir bereits im Voraus einige Düfte notiert, an denen ich gern mal schnuppern würde. Und im Gegensatz zum letzten Jahr habe ich auch so einige aquatische Düfte gefunden, die sehr vielversprechend waren. Meine Favoriten waren Thé Blanc, Du Soleil und Blanc de la Neige. Meinem Freund gefielen der neu lancierte Herrenduft Le Mec sowie Antibes sehr gut.


Auch La Saponaria wartete in diesem Jahr mit vier neuen Düften in Cremeform auf. Die Marke hatte ich euch ja bereits im letzten Jahr vorgestellt. Die niedlichen Parfumdosen sollen 12 € kosten und riechen ungewohnt anders für Naturkosmetik: sehr verspielt, manche süß, andere wie eine taufrische Wiese. Obwohl ich sonst nicht so für süße Düfte zu haben bin, habe ich mich her ein bisschen verknallt (: . Einfach eine sehr sympathische Marke mit Produkten, die mit einer Mischung aus Selbstrühr-Charme und schönem Gesamtkonzept bestechen!



BARTPFLEGE FÜR MÄNNER
Die deutsche Marke Meißner wartet mit einem umfangreichen Sortiment zum Thema Männerpflege und Rasur auf. Die gesamte Produktpalette wird in verschiedenen Duftrichtungen angeboten. Von Aftershave über Bartöl bis Cremedeodorant ist alles dabei. Die Duftrichtungen und einige der Produkte sind auch durchaus für Frauen interessant.


Noch bärtiger wird es bei der Berliner Marke Oak, die für ihr modernes Design sogar schon einen Preis abgeräumt haben. Das ausgewählte Sortiment umfasst ein Bartwaschgel, ein Bartöl, einen Bartbalm, eine Art Bartwachs für mehr Halt und eine Wildschweinborstenbürste. Viele Tipps zur Bartpflege gab es obendrauf (: .



WAS MIR IN DER NATURKOSMETIK NOCH FEHLT
Noch immer bin ich (mehr oder weniger) verzweifelt auf der Suche nach einer funktionierenden Lidschattenbase. Bisher finde ich die Primer von benecos und puroBio am zuverlässigsten, aber auch diese funktionieren mal besser, mal schlechter, sodass sich fast immer am Ende des Tages sämtlicher Lidschatten in meiner Lidfalte wiederfindet. Das nimmt mir leider seit geraumer Zeit den Spaß an Augen-Make-Ups, weshalb sich auch meine Geschminkt-Reihe seit über einem Jahr im Winterschlaf befindet. Ich hoffe also in den nächsten Jahren auf viel Innovation in diesem Bereich (: .


WEITERE BERICHTE ZUR VIVANESS 2017
Alabastermädchen
Beautyjagd Teil 1 + Teil 2
Pretty Green Woman Teil 1 + Teil 2
PuraLiv Teil 1 + Teil 2
Video von Christine Raab



* wurde mir kosten- und bedingungslos zum Testen zur Verfügung gestellt



Welche Marken interessieren euch spontan am meisten? Wem würdet ihr den Award für schönstes Design verleihen? Gibt es Produkte aus dem konventionellen Bereich, die euch in der Naturkosmetik noch fehlen?

Sonntag, 12. Februar 2017

Geswatcht: 100% Pure Cocoa Butter Semi-Matte Lipsticks


Seit dieser Woche gibt es nun auch im deutschen Onlineshop von 100% Pure die Cocoa Butter Semi-Matte Lipsticks, die in den USA schon etwas länger auf dem Markt sind. Dank 100% Pure kann ich euch heute Proben aller Farben* (außer Sandstone, den es leider hier noch nicht gibt) zeigen.
Los geht’s mit dem großen Geswatche (: .



FARBBESCHREIBUNGEN | Die Farbe Pink Canyon ist ein klassischer „My lips but better“-Ton, der definitiv der unauffälligste Ton der Reihe ist. Ich würde ihn als neutral getöntes Altrosa oder Rosenholz bezeichnen. Prickly Pear kommt da schon deutlich knalliger daher. Ich würde ihn als kräftigen Korallton mit leichtem Neon-Einschlag bezeichnen. Die Farbe Cactus Bloom ist ein Tomatenrot oder auch ein helles Rot-Orange. Blood Orange ist bereits ein heller Beerenton, der leicht warm daherkommt. Dagegen ist Sonora ein klassisches Rot. Die Farbe Marrakesh ist ein kühles Pink, fast schon Magenta, während Currant wieder in die beerige Richtung geht und einen leicht kühlen Einschlag, aber noch immer viele Rotanteile besitzt. Die Farbe Tempest ist als sehr kühles Lila mit vielen Blauanteilen sicher der außergewöhnlichste Ton der Reihe. Hyacinthus würde ich als dunklen, eher kühlen Aubergineton beschreiben, während die Farbe Aubergine durch mehr Braunanteile etwas wärmer getönt ist und noch dunkler als Hyacinthus daherkommt.
Meine Favoriten sind Pink Canyon, Blood Orange, Marrakesh und Tempest, aber erstaunlicherweise gefielen mir alle Farben auch an mir ziemlich gut, obwohl ich sonst viele, gerade auffälligere Rottöne, an mir selbst nicht so gern mag.

PERFORMANCE + FINISH |Alle Farben sind cremig im Auftrag und sehr stark pigmentiert. Was mir bei dieser Reihe so gut gefällt ist, dass auffällig viele Farben einen kühlen Unterton haben und die Farben sehr unterschiedlich sind, während sich bei den Lip Glazes viele Töne stark ähneln und meist warm getönt sind.
Alle Farben der Cocoa Butter Semi-Matte Lipsticks haben, wie der Name suggeriert, ein semi-mattes Finish. Sie sind also cremig, enthalten aber keinerlei Schimmer und wirken dadurch leicht matt. Ich würde das Finish fast als seidig beschreiben. Da meine Lippen gerade unglaublich trocken sind, hatten die Lippenstifte nicht die einfachste Aufgabe bei mir. Trotzdem setzten sie sich nicht unschön ab und etwas Pflege war ebenfalls vorhanden. Die Haltbarkeit der Lippenstifte ist gut, da sie selbst nach dem langsamen Abtragen einen ordentlichen Stain hinterlassen.
Einige der Farben duften übrigens aufgrund der verwendeten Fruchtextrakte leicht fruchtig, aber nicht aufdringlich, was mir sehr wichtig ist, da ich von duftenden Lippenstiften Kopfschmerzen bekomme. Hier habe ich das Problem bisher nicht.

ZUSAMMENSETZUNG + PREIS | Die Lippenstifte basieren auf Kakao- und Sheabutter. Das Besondere an den 100 % Pure Lippenstiften ist, dass sie allesamt ausschließlich mit Fruchtextrakten pigmentiert sind und auf herkömmliche Farbstoffe verzichten. Und schaut euch diese Farbauswahl und vor allem Farbabgabe an: unglaublich!
Im Gegensatz zu Marken wie Ilia erlauben diese Fruchtpigmente eine vegane Zusammensetzung, ohne auf synthetische Farben zurückgreifen zu müssen. Dafür sind sie mit 29,50 € für 4,5 g natürlich nicht ganz günstig, aber so eine kompromisslose Zusammensetzung möchte schließlich bezahlt werden, was ich wiederum angemessen finde. Qualität und Farbauswahl stimmen für den Preis auf jeden Fall!

INHALTSSTOFFE | Theobroma Cacao (Organic Cocoa) Seed Butter, Butyrospermum Parkii (Shea Butter), Extracts of Prunus Cerasus (Cherry) Fruit, Prunus Domestica (Plum) Fruit, Vitis Vinifera (Cabernet Grape) Fruit, Rubus Idaeus (Raspberry) Fruit, Vaccinium Angustifolium (Blueberry) Fruit, Rubus Fruticosus (Blackberry) Fruit, Prunus Persica (Peach) Fruit, Prunus Armeniaca (Apricot) Fruit, Solanum Lycopersicum (Tomato) Fruit/Leaf/Stem, Punica Granatum (Pomegranate), Cacao (Chocolate), Rosa Centifolia (Rose Petals) Flower, Lavandula Angustifolia (Lavender) Flower/Leaf/Stem, Oryza Sativa (Rice Starch), Tocopherol (Vitamin E), Euphorbia Cerifera (Candelilla) Wax, Silica, Rosmarinus Officinalis (Rosemary) Leaf Extract


FAZIT | Interessante neue Formulierung mit super Farbauswahl und Pigmentierung, komplett vegan und definitiv einen Blick wert!


* wurde mir kostenlos für den Blog zur Verfügung gestellt 


Welche Farben gefallen euch spontan am besten? Wäre das Finish etwas für euch und sind euch vegane Zusammensetzungen wichtig? Schreibt mir doch gern, welcher euer derzeit liebster Lippenstift ist (: .